BVG-Vollversicherung – Ein Modell für die Zukunft?

Jean-Charles Cotting Vorsorge und Versicherung

10.5.2021 – Die AXA-Versicherung hat vor einiger Zeit das Modell der Vollversicherung aufgegeben. Nun kommt auch bei anderen Versicherern etwas Bewegung rein und neue Modelle werden angeboten. Ist die Zeit der Vollversicherungslösung vorbei?

Viele KMU haben sich für dieses Modell entschieden, denn nur so verfügen sie über alle «Garantien» von ihrem Vorsorgepartner. Aber das Modell ist seit einigen Jahren unter Druck. Das langwährende Tiefzinsniveau hat dazu geführt, dass die Versicherer immer mehr Mühe bekunden, das Vollversicherungsmodell aufrecht zu erhalten. Auch sind die Kosten hier pro Destinatär*in höher.

Ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere Versicherer nachziehen und zu einem teil-autonomen Vorsorgemodell wechseln? Gut möglich. So macht es auch Sinn, sich den finanziellen «Gesundheitszustand» der bestehenden grösseren Sammeleinrichtungen mal anzusehen. Denn hier sollten sich die KMU-Firmen aber auch die Vorsorgeberater*innen ein Bild zu Deckungsgrad, verwendeten technischen Zinsen, Performances der Vorsorgeeinrichtung etc. machen. Die Anforderungen an die Kompetenzen der Berater*innen steigen dadurch natürlich auch, denn die Fragestellungen für KMU werden vielfältiger (siehe auch den neuen Lehrgang: https://www.mendo.ch/ausbildungen/berater-in-berufliche-vorsorge-iaf/)

Die Kennzahlen einiger Sammeleinrichtungen finden Sie hier (aufbereitet von RIC Risk & Insurance Consulting – http://www.r-i-c.ch):