Stossen 1e-Pläne noch auf Interesse?

Jean-Charles Cotting Vorsorge und Versicherung

18.3.2021 – Nachdem vor vier Jahren einige Bestimmungen im Freizügigkeitsgesetz angepasst wurden, stiess die Kadervorsorge im Rahmen von 1e-Plänen auf eine erhöhte Nachfrage. Interessieren diese Lösungen weiterhin die Unternehmen und Ihre Kader? Immerhin ging man damals von einem Marktpotenzial von rund CHF 50 Mia aus – Vorsorgevermögen, welches sich in solchen Vorsorgeplänen über die kommenden Jahre anhäufen sollte.

In 1e-Plänen sind die Lohnsummen zwischen CHF 129’060 und CHF 860’400 versicherbar. Tiefere Löhnen können in diesen speziellen Vorsorgeplänen der beruflichen Vorsorge nicht versichert werden. Die Versicherten entscheiden selber über ihre Anlagestrategie. Sie profitieren von einer positiven Rendite, müssen aber auch allfällige Kursverluste selber tragen.

Die Nachfrage scheint bei Unternehmen und Kadermitarbeitenden weiterhin vorhanden zu sein. Daran hat auch die Coronapandemie nichts geändert. Erstens haben sich die Aktienmärkte vor einem Jahr nach einem kurzzeitigen Einbruch rasch erholt und zweitens arbeiten viele Kadermitarbeitende mit höheren Lohnsummen in Branchen und Betrieben, die von der Pandemie wirtschaftlich nicht oder nur wenig betroffen sind.

Rund jeder zehnte Mitarbeiter, bzw. jede zehnte Mitarbeiterin erzielt in der Schweiz ein Bruttoeinkommen, welches die CHF 129’060 übersteigt. Diese Personen sind potenziell an den Vorsorgepläne 1e interessiert. Gemäss einer Studie von PricewaterhouseCoopers PWC macht derzeit das Vorsorgeguthaben in diesen Vorsorgeeinrichtungen 1e rund CHF 5 Mia aus. Dies sind nur rund 0,5% der gesamten Vorsorgeguthaben in der beruflichen Vorsorge. Es scheint also noch viel Potenzial vorhanden zu sein und ein Wachstum in einen Bereich zwischen CHF 10 Mia und CHF 20 Mia innert der nächsten 3 – 5 Jahren erscheint durchaus möglich.